Die 5 wichtigsten Social Media Trends für 2020

Die sozialen Netzwerke werden für Brands und Advertiser gleichermaßen immer bedeutender. Die Plattformen florieren und die Interaktion nimmt zu.

Doch Social Media Marketing unterliegt, wie auch alle anderen Aspekte des Online Marketing, stetigem Wandel. Und auch in diesem Jahr kristallisieren sich erneut Trends heraus, die von großer Bedeutung für Social Media Marketer und deren Erfolg sind. Um also weiterhin relevantes und effektives Marketing erfolgreich durchzuführen, ist es wichtig eben diese Trends zu kennen und darauf entsprechend zu reagieren.

Genau das soll der Anspruch des heutigen Artikels sein. Wir stellen euch die 5 wegweisenden Trends vor, welche die Social-Media-Verwaltungsplattform Hootsuite durch Ihre Studie in Ihrem jährlichen Report veröffentlicht hat. Dazu wurden über 30 Interviews mit führenden Fachleuten aus der Marketingbranche geführt und über 3100 Marketer befragt, und erkannt, worauf es ankommt, um mithilfe von Social Media-Engagement enge Kundenbindungen aufzubauen und das Umsatzwachstum zu fördern.

 

Trend #1: Der Mix zwischen öffentlicher und privater Kommunikation ist entscheidend

Zunehmend verlagert sich die Kommunikation zwischen Unternehmen und öffentlichen Marken auf private Kanäle, wie zum Beispiel Direktnachrichten anstelle von Kommentaren. „Die Zukunft ist privat“ verkündete Mark Zuckerberg 2019 nicht zu unrecht in Bezug auf die Entwicklung der Social Media Plattformen

Private Kommunikationskanäle werden immer mehr in den Mittelpunkt gerückt und Marketer antworten auf diesen Trend mit Messenger Ads oder einer Mischung aus privatem und öffentlichem Kundenkontakt. Das bedeutet, dass Brands neue Kunden auf öffentlichen Plattformen ansprechen und gleichzeitig über private Kanäle eine tiefergehende Beziehung zu ihnen aufbauen.

Denn laut Hootsuite-Studie finden immer noch 52 Prozent der Markenerkennung im öffentlichen Social Media Feed statt. Somit besteht also kein Grund zur Sorge, dass öffentliche Feeds ganz an Relevanz verlieren. Was dies aber bedeutet, ist dass das Finden kurzweiliger und unterhaltsamer Posts, die über das Produkt oder die Dienstleistung informieren, für das Nutzererlebnis genauso entscheidend sind wie Privatnachrichten. Denn eine weitere wichtige Erkenntnis: Über die Hälfte der befragten Nutzer sind frustriert, wenn ein Marke keine zwischenmenschliche Interaktion anbietet.

Daraus entstehen bei den Unternehmen große Chancen um eine gestärkte Kundenbindung und mehr Kundennähe aufzubauen, indem eine ganzheitliche Customer Journey in den Social-Media-Netzwerken aufgebaut wird. Nutzer wollen sich verstanden und anerkannt fühlen und individuelle Betreuung erhalten. Denn Laut Hootsuite sind Unternehmen 2020 am erfolgreichsten, die Ihre Reichweite durch Ihre öffentlichen Feeds erhöhen und gleichzeitig für persönliche Interaktion auf privaten Kanälen sorgen.

Trend #2: Unternehmen können durch klare Positionierung Vertrauen gewinnen

Vertrauen zu Unternehmen nimmt in den sozialen Netzwerken eine immer größer werdende Bedeutung ein, denn der zunehmende Populismus in Politik und Medien, Verbreitung von Fake News, sowie ein sich ausbreitendes Misstrauen gegenüber traditionellen Institutionen tragen alle dazu bei, dass Nutzer sich nach Vertrauenswürdigkeit sehnen, welche Arbeitnehmer und Verbraucher zunehmend in der Arbeitswelt wiederzufinden suchen.

Dem Edelmann Trust Barometer 2019 zufolge, vertrauen 75 Prozent aller Befragten ihrem Arbeitgeber mehr als jeder anderen Institution. Dies ist nicht nur auf betriebswirtschaftliche Entscheidungen zurück zu führen, sondern auch auf die Werte und Einstellungen, die das Unternehmen vertritt, sowie dessen Beiträge zur Gesellschaft.

Daraus entstehen große Chancen für Brands, sich einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen und das Vertrauen ihrer Mitarbeiter durch echtes Engagement, klare Stellungnahme und klar vertretene Werte, sowie Beiträge zur Gesellschaft für sich gewinnen.

Somit liegt der Schlüssel zu mehr Vertrauen in einer klaren Positionierung. Neben der höheren Mitarbeiterzufriedenheit verzeichnen diese Unternehmen laut einer Deloitte-Studie höhere Marktanteilsgewinne und wachsen im Durchschnitt dreimal schneller als ihre Mitbewerber. Angestellte werden in Zukunft immer mehr zu Markenbotschaftern. Denn diese sind Vetrauensträger für die Kunden und informieren diese über soziale Netzwerke über das positive Engagement ihrer Firma.

Trend #3: Der TikTok-Effekt, mit Video Content zum Erfolg

Der wahnsinnige Hype um die Kurzvideo-App TikTok zeigt, was Marketer schon in den vergangen Jahren zunehmend beobachten konnten: Und zwar, dass Videos für Marketer und Advertiser eine immer größere Rolle spielen. Denn in einer Welt, wo wir Tag für Tag aufs Neue mit Informationen überflutet werden und nur 1 Prozent aller Werbebotschaften überhaupt wahrnehmen, haben diese kurzweiligen, prägnanten Videos, großen Erfolg damit die Aufmerksamkeit der Nutzer zu erfassen.

Denn Unabhängig davon, ob der Hype um TikTok anhalten wird, steht fest, dass kurze Videos gerade für die Ansprache einer jüngeren Zielgruppe weitaus effektiver sind als etwa statische Fotos oder Text. Denn 69 Prozent der TikTok-Nutzer sind zwischen 16 und 24 Jahre alt und diese wollen durch interaktive Inhalte unterhalten werden.

Aber auch auf andere Plattformen, lässt sich dies übertragen, denn nicht nur auf TikTok ist der Erfolg von Video Content deutlich sichtbar. Bei einer Umfrage des GlobalWebIndex kam heraus, dass 60 Prozent der Befragten, im vergangenen Monat mindestens ein Video auf Twitter, Facebook, Snapchat oder Instagram angesehen haben.

Für innovative Marken mit einer jungen Zielgruppe bieten TikTok, Instagram und Co. viele Möglichkeiten, eben diese Zielgruppe 2020 besonders effektiv zu erreichen. Laut Hootsuite-Bericht sollten Unternehmen, mit der Generation Z als Zielgruppe (ab 1997 zur Welt gekommen), 2020 einen Fokus auf Video-Content in Apps wie TikTok und Instagram legen. Wer ältere Kunden ansprechen möchte, kann diesem Trend weniger Beachtung schenken und sich etwas Zeit und Geld sparen. Zweifellos fest steht jedoch, dass Video Content in allen Bereichen des Online Marketings immer bedeutender wird und die Entwicklung von TikTok trotzdem im Auge behalten werden sollte.

Statistiken zu TikTok Usern © Hootsuite

Trend #4: Social Media Marketing und Performance Marketing verschmelzen zunehmend miteinander

Durch die Neueinführung vieler Social Media Werbetools von Drittanbietern, als auch des massiven Ausbaus und Weiterentwicklung der Hauseigenen Werbemanager von Social Media Plattformen wie dem Werbeanzeigen- und Business Manager von Facebook, wurde vielen Social Media Marketern der Umgang und Einstieg in die Erstellung und Optimierung von Werbeanzeigen erleichtert.

Kennzahlenbasiertes Performance Marketing wurde auch hier zunehmend zum Standardwerkzeug und was vorher noch dedizierte Aufgabe von Paid-Media Spezialisten und Data Analytics Fachleuten war, ist heute Teil der Aufgabe des Social Media Marketers, was bei Unternehmen zu einem gesunkenen Bedarf an Spezialisten geführt hat.

Somit sind die Anforderungen an Social Media Marketer 2020 gestiegen und Sie müssen nicht nur die Planung der kreativen Strategien und Branding, sowie Markenkommunikation beherrschen, sondern auch die Optimierung von Anzeigen und die Datenanalyse über Multi-Channel hinweg beherrschen, um die Auswirkungen des Marketings über alle Kanäle hinweg zu verstehen und richtig zuordnen zu können. Wer also 2020 erfolgreich als Social Media Marketer sein will, sollte Zeit in seine Ausbildung investieren und sämtliche Aspekte von Social Media verstehen und seinen Facettenreichtum erweitern.

Umfrage zu Zielen der Social-Media-Aktivität von Unternehmen © Hootsuite

Trend #5: Die Social Proof Lücke schließt sich

Gemeint ist, dass Social Media Marketer heute Zugang zu mehr Daten als je zuvor haben und viele Werte, wie Social Proof nun messbar und greifbar werden. Auch auf Social Media Werbeplattformen, die wie bereits erwähnt eine immer größere Entwicklung erfahren, sind mittlerweile Attributionsmodelle integriert. Dennoch gaben rund 70 Prozent der von Hootsuite Befragten an, dass sie überhaupt kein Attributionsmodell für Ihr Socia Media Marketing verwenden und überhaupt wenig korrelative Zusammenhänge tracken und auswerten. Den Wert von Social Media für ein Unternehmen nachzuweisen, ist dann natürlich schwierig. Gerade im Zuge des Wandels zum Performance Marketing auf den sozialen Medien, rät Hootsuite Advertisern und Marketern zu diesen drei Maßnahmen um dies zu ändern:

  1. Standardisierte UTM-Codes für Owned Social Media Posts verwenden
  2. Benutze ein Attributionsmodell und Ergänze dies mit weiteren Kennzahlen (zum Beispiel die CLV)
  3. Investiere in Fähigkeiten und Tools

Der Report über die Trend Entwicklung zeigt, dass sich die Art und Weise, wie das Werben in sozialen Netzwerken funktioniert, in einem stetigen Wandel befindet. Denn die Art, wie Menschen über Social Media kommunizieren, beeinflusst den Markt maßgeblich und wer die Verbraucher auf Social-Media-Plattformen nachhaltig erreichen will, sollte schnell und agil reagieren.

Über Fragen und Anregungen in den Kommentaren freue Ich mich wie immer!

Beste Grüße
Henning von Gekko Marketing

Henning Hartmann – Sales Director

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